Zusammenfassung
Bali fühlt sich an wie gelebtes Feng Shui. Die Energie ist besonders, die Landschaft berührt einen – und die Menschen leben in einer Verbindung mit der Natur, die fast selbstverständlich wirkt. Auf Bali sind die Elemente sehr präsent und in einer besonderen Balance. Das allgegenwärtige Wasser der Wasserfälle, Flüsse und des Meeres, das üppige Holz der tropischen Vegetation, das Feuer der Sonne, die nährstoffreiche Erde der Vulkane und für Metall sorgen die Balinesen, sie lieben runde Formen an Häusern und in Deko-Artikeln. Doch Bali ist nicht nur Natur, es ist vor allem Kultur.
Manchmal gibt es Orte auf der Welt, an denen man sofort spürt: Hier stimmt etwas. Die Energie ist besonders, die Landschaft berührt einen – und die Menschen leben in einer Verbindung mit der Natur, die fast selbstverständlich wirkt. Genau dieses Gefühl hatte ich in meinem 3-wöchigen Februar-Urlaub auf Bali. Diese Insel ist nicht nur wunderschön. Sie ist auch ein Ort, an dem Balance gelebt wird. Und immer wieder kam mir derselbe Gedanke: Bali fühlt sich an wie gelebtes Feng Shui.

Bali – ein Erlebnis für alle Sinne
Die Natur ist überwältigend. Alles ist grün. Und ich meine wirklich grün. Gefühlt wächst dort alles überall gleichzeitig. Bäume, Pflanzen, Blüten, Palmen, Reis, Kaffee, Bananen, Früchte – eine üppige, fast verschwenderische Fülle. Ich habe Früchte probiert, von denen ich vorher nicht einmal wusste, dass sie existieren, wie z.B. Salak oder Mangostan. Ein kleines Abenteuer für den Gaumen.
Besonders beeindruckend sind die Reisfelder. Die kunstvoll angelegten Terrassen ziehen sich durch die Landschaft und wirken fast wie große grüne Wellen. Man kann auf kleinen Wegen zwischen ihnen spazieren gehen und sich dabei fast ein wenig verlieren. Es ist ruhig, friedlich und hat etwas Meditatives.


Überhaupt spielt Wasser auf Bali eine große Rolle. Über die ganze Insel verteilt gibt es unzählige Wasserfälle. Manche stürzen kraftvoll in die Tiefe, andere plätschern sanfter durch den Dschungel. Die Energie dieser Orte ist spürbar. Bei einigen kann man sogar baden oder sich direkt unter das fallende Wasser stellen – herrlich erfrischend.
Und dann sind da noch die Vulkane im Zentrum der Insel. Sie nährten die Erde.
Auf Bali sind die Elemente sehr präsent und in einer besonderen Balance
Das allgegenwärtige Wasser der Wasserfälle, Flüsse und des Meeres, das üppige Holz der tropischen Vegetation, das Feuer der Sonne, die nährstoffreiche Erde der Vulkane und für Metall sorgen die Balinesen, sie lieben runde Formen an Häusern und in Deko-Artikeln.

Doch Bali ist nicht nur Natur. Es ist vor allem Kultur.
Bali die einzige Insel Indonesiens, auf der der Hinduismus die dominante Religion ist. Rund 95 Prozent der Balinesen leben nach diesem Glauben – und sie behalten ihre Kultur trotz der vielen Touristen und Expats auf beeindruckende Weise.
Überall sieht man kleine Opfergaben. Mehrmals täglich stellen die Menschen kleine geflochtene Schalen mit Blüten, Reis und Räucherstäbchen vor ihre Häuser, Geschäfte, Restaurants oder Hotels.
Wenn man durch Orte wie Ubud spaziert, liegen diese Opfergaben überall auf den Gehwegen – und man läuft ganz selbstverständlich um sie herum.
Es sind kleine Gesten der Dankbarkeit gegenüber den Göttern und den Kräften der Natur. Der Glaube ist hier kein Sonntagsthema, sondern Teil des täglichen Lebens.
Zu dieser Kultur gehören auch die vielen Tempel auf der Insel sowie besondere Wasserzeremonien. Dabei reinigen sich die Menschen symbolisch im heiligen Wasser. Belastendes, Altes oder auch Krankheiten sollen dabei abgewaschen werden.
Überhaupt wird auf Bali viel gefeiert und zelebriert. In den drei Wochen, die ich dort war, habe ich mehrere Zeremonien miterlebt oder deren Vorbereitungen gesehen. Ganze Dorfgemeinschaften sind daran beteiligt.
Der wichtigste Feiertag des Jahres ist Nyepi, der balinesische Neujahrstag, dieses Jahr am 19. März.
An diesem Tag steht die gesamte Insel still, ab 06:00 Uhr für 24 Stunden.
Alle Geschäfte bleiben geschlossen, Restaurants haben nicht geöffnet und die Menschen bleiben zu Hause. Es wird nicht gearbeitet, nicht gekocht, kein Licht eingeschaltet, kein Internet genutzt, kein Verkehr bewegt sich auf den Straßen. Auch in den Touristenhochburgen.
Selbst der Flughafen stellt für 24 Stunden den Betrieb ein.
Das finde ich wirklich sehr beeindruckend.
Die ganze Insel kommt zur Ruhe. Der Tag ist dafür da, nach innen zu schauen, zu reflektieren und still zu werden.
Am Tag davor wird das Alte symbolisch verabschiedet: In den Gemeinden werden riesige, oft furchterregende Figuren – sogenannte Ogoh-Ogoh – durch die Straßen getragen und anschließend verbrannt. Sie stehen für alles Negative, das man hinter sich lassen möchte.
Nach dem stillen Tag besuchen viele Menschen diejenigen, bei denen sie sich entschuldigen oder etwas klären möchten. Ein bewusster Neustart.

So beeindruckend Bali ist – es gibt auch Schattenseiten
Ein großes Problem ist der Müll. Man findet ihn leider an vielen Stellen der Insel, sogar neben schönen Tempeln. Teilweise wird Müll auch verbrannt, was nicht immer angenehm ist.
Auch an einigen Stränden sammelt sich immer wieder viel Plastik – ein Teil davon stammt allerdings gar nicht von Bali selbst, sondern wird durch Meeresströmungen aus anderen Teilen der Welt angespült. Es gibt immer wieder Initiativen und Aktionen, bei denen die Balinesen gemeinsam Strände und Orte reinigen.
Eine weitere Herausforderung ist der starke Tourismus, besonders im Süden der Insel rund um Uluwatu. Dort wird enorm viel gebaut: Resorts, Hotels, Villen. Der Bali-Boom ist deutlich spürbar.
Die Infrastruktur kommt kaum hinterher. Der Verkehr ist teilweise chaotisch, denn die meisten Menschen sind mit Rollern unterwegs – und selbst diese stecken irgendwann im Stau.
In diesen stark touristischen Gegenden verändert sich auch die Atmosphäre. Die Gelassenheit, die man an vielen anderen Orten der Insel spürt, ist dort weniger präsent.
Im Landesinneren, zum Beispiel rund um Ubud, fühlt sich Bali für mich noch ursprünglicher an.
Trotz aller Gegensätze bleibt mein Eindruck nach dieser Reise klar:
Bali ist eine Insel mit einer ganz besonderen Energie
Vielleicht ist genau das der Grund, warum mich Bali so fasziniert hat. Die Menschen leben dort mit einem natürlichen Verständnis für Balance – zwischen Natur, Energie und Alltag.
Im Feng Shui beschäftigen wir uns genau mit diesem Gleichgewicht: Wie Räume wirken, wie sie unsere Energie beeinflussen und wie sie uns unterstützen können.
Auf Bali wird vieles davon ganz selbstverständlich gelebt.
Bei uns darf man diese Balance manchmal erst wieder bewusst entdecken.
Genau dabei begleite ich Menschen in meinen Feng-Shui-Beratungen – damit Räume wieder zu Kraftorten werden können.
„Und vielleicht lohnt sich nach dieser kleinen Reise nach Bali auch ein kurzer Blick in die eigenen vier Wände:
Fühlen sich Deine Räume eigentlich genauso kraftvoll und unterstützend an, wie sie es könnten?