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Januar 2026
Yin & Yang im Alltag – kleine Balanceübungen mit großer Wirkung
Kennst du das? Alles läuft – und trotzdem fühlst du dich irgendwie daneben. Zu müde oder zu hibbelig. Zu viel Kopfzerbrechen oder zu wenig Antrieb. Willkommen im Spiel von Yin und Yang. Gute Nachricht: Balance ist kein Zustand für Erleuchtete im Kloster, sondern etwas sehr Praktisches – vor allem im Alltag und in unseren Räumen.
Yin & Yang – kurz und klar
Yin und Yang sind keine Gegensätze, sondern zwei Pole einer Einheit. Sie brauchen einander wie Ein- und Ausatmen.
- Yin steht für Ruhe, Rückzug, Dunkelheit, Kühle, Sanftheit, Regeneration, Intuition, Emotionalität.
- Yang steht für Aktivität, Bewegung, Helligkeit, Wärme, Fokus, Umsetzung, Intellekt, Rationalität.
Wichtig: Es geht nie um entweder oder, sondern immer um wie viel wovon – und wo.
Meine Feng Shui – Dozentin Anke van Elten sprach immer von „zu zu“. Ist es etwas zu viel, zu hell, zu beige, zu unordentlich, zu bunt… braucht es Ausgleich.
Yin & Yang in Räumen – deine stille Unterstützung
Räume wirken. Immer. Ob wir wollen oder nicht. Sie können uns aufladen oder auslaugen, zentrieren oder pushen. Entscheidend ist, welche Energie ein Raum braucht, um seine Aufgabe zu erfüllen.
Wohnräume – alles in Balance
Unser Zuhause sollte grundsätzlich eher yinlastig sein, mit gezielten Yang-Impulsen.
Eher Yin geprägt sein sollten:
- Schlafzimmer
Ziel: Erholung, Loslassen, Regeneration
gedämpftes Licht, ruhige Farben, wenige Muster
weiche Materialien, keine Bildschirme
Ordnung – Chaos ist alles, nur nicht Yin - Badezimmer
Ziel: Reinigung & Rückzug
warme, ruhige Farbtöne
angenehmes Licht statt OP-Beleuchtung
Mehr Yang dürfen haben:
- Wohnzimmer
Ziel: Leben, Austausch, Gemeinschaft
hell genug, aber nicht grell
lebendige Farben in Maßen
Pflanzen, persönliche Akzente - Küche
Ziel: Energie, Versorgung, Aktivität
gute Beleuchtung
klare Arbeitsflächen
nicht zu dunkel, nicht zu kühl
Faustregel fürs Wohnen: Zu viel Yin macht träge, zu viel Yang macht unruhig.
Büro- & Geschäftsräume – Fokus statt Sofa-Feeling
Hier wird’s spannender, denn viele Büros sind energetisch, sagen wir mal, nicht optimal.
Entweder: steril, kalt, überhell → reines Yang.
Oder: dunkel, überladen, müde → zu viel Yin.
Yang geprägt sein sollten:
- Arbeitsplätze & Besprechungsräume
Ziel: Konzentration, Umsetzung, Klarheit
Yin Elemente brauchen:
- Rückzugsbereiche
- Pausenzonen
- Wartebereiche
Ohne Yin keine Regeneration – ohne Yang keine Ergebnisse. So einfach. Und so oft ignoriert.
Kleine Yin-Yang-Balanceübungen für dich
Jetzt wird’s praktisch. Keine Räucherstäbchen-Pflicht – nur Dinge, die wirklich wirken.
Wenn du zu viel im Yang bist (Stress, Druck, Dauer-Action):
- 3 Minuten Augen schließen, bewusst langsam atmen
- Abends Licht dimmen statt „Sonne um Mitternacht“
- Handy 30 Minuten vor dem Schlafen weglegen
Wenn du zu viel im Yin bist (Antriebslosigkeit, Müdigkeit):
- Morgens Tageslicht tanken – egal bei welchem Wetter
- regelmäßige Bewegung, auch wenn’s nur ein Spaziergang ist
- Arbeitsplatz checken: zu dunkel? zu gemütlich?
Mini-Balanceübung für jeden Tag:
- Frage dich morgens:
„Brauche ich heute mehr Ruhe oder mehr Aktivität?“ - Und abends:
„Was hat mir heute gutgetan – und wovon war es zu viel?“
Das ist Feng Shui auf der persönlichsten Ebene – und unglaublich wirksam.
Fazit
Yin & Yang sind keine Theorie, sondern ein Kompass für deinen Alltag. Räume können dich dabei unterstützen – oder dir ständig Steine in den Weg legen. Kleine Veränderungen reichen oft aus, um wieder in Balance zu kommen. Und genau darin liegt die große Wirkung.
Wenn du merkst, dass dein Zuhause oder dein Arbeitsplatz eher gegen dich arbeitet als für dich:
Dann lohnt es sich hinzuschauen. Denn Balance ist kein Luxus. Sie ist die Grundlage für ein leichteres Leben.